

Unser pädagogisches Konzept
Jedes Kind ist von Geburt an eine eigenständige Persönlichkeit mit individuellen Fähigkeiten, Interessen und einem eigenen Entwicklungstempo.
Wir holen jedes Kind dort ab, wo es in seiner Entwicklung steht, und begleiten es achtsam und wertschätzend. Dabei stehen die Stärken des Kindes im Vordergrund. Durch Beobachtung erkennen wir Bedürfnisse, Interessen und Entwicklungsschritte und gestalten unsere pädagogische Arbeit entsprechend.
In unserer kleinen Gruppe von 9 Kindern ist eine enge, verlässliche und bindungsorientierte Betreuung möglich.
Die überschaubare Gruppengröße ermöglicht:
• intensive Beobachtung
• individuelle Förderung
• stabile Beziehungen
• ein familiäres Umfeld
• gezielte Unterstützung in allen Entwicklungsbereichen
Gefördert werden insbesondere:
• Sozial-emotionale Entwicklung (Bindung, Selbstvertrauen, Empathie)
• Sprachentwicklung (alltägliche Gespräche, Lieder, Bilderbücher)
• Motorische Entwicklung (Bewegungsangebote, Außenspiel, Feinmotorik)
• Kognitive Entwicklung (Forschen, Entdecken, Alltagslernen)
• Selbstständigkeit (Anziehen, Essen, Mithelfen im Alltag)
Lernen findet bei uns ganzheitlich und spielerisch statt – eingebettet in alltägliche Situationen.
Das Freispiel nimmt einen großen Stellenwert ein.
Im freien Spiel:
• entwickeln Kinder Kreativität
• lernen soziale Regeln
• lösen Konflikte
• erweitern ihre Sprache
• erproben motorische Fähigkeiten
Die pädagogische Fachkraft begleitet, beobachtet, unterstützt und gibt Impulse – ohne das Spiel unnötig zu lenken.
Zusammenarbeit mit Eltern:
Eine vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns besonders wichtig.
Regelmäßiger Austausch über:
• Entwicklungsstand
• Beobachtungen
• Bedürfnisse
• besondere Ereignisse
schafft Transparenz und eine gemeinsame Erziehungspartnerschaft.
Unser Ziel
Unser Ziel ist es, Kindern einen geschützten, liebevollen Raum zu bieten, in dem sie:
• sich sicher und geborgen fühlen
• sich individuell entwickeln können
• ihre Umwelt aktiv entdecken
• Selbstvertrauen aufbauen
• soziale Kompetenzen erwerben
Die kleine Gruppe ermöglicht eine familiäre Atmosphäre, in der jedes Kind gesehen, gehört und wertgeschätzt wird.
Schwerpunkt
Arbeiten nach dem Situationsansatz:
Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich am Situationsansatz.
Das bedeutet:
• Wir greifen aktuelle Interessen und Themen der Kinder auf.
• Alltagssituationen werden als Lerngelegenheiten genutzt.
• Die Lebenswelt der Kinder steht im Mittelpunkt.
• Kinder werden aktiv beteiligt und ernst genommen.
Beispiel:
Zeigt ein Kind großes Interesse an Fahrzeugen, werden Bilderbücher betrachtet, Fahrzeuge im Außengelände beobachtet, Geräusche nachgeahmt oder Bewegungsangebote integriert. So entstehen Lernprozesse aus echter Motivation heraus.
Ziel ist es, Kinder in ihrer Selbstständigkeit, Selbstwirksamkeit und sozialen Kompetenz zu stärken.
Eingewöhnung
Eingewöhnungskonzept
In Anlehnung an das Berliner Modell – individuell angepasst
Der Übergang von der Familie in die Kindertagespflege ist für Kinder unter drei Jahren ein bedeutender Schritt.
Die Eingewöhnung im Krabbelkäfernest orientiert sich am Berliner Modell, wird jedoch stets individuell auf das jeweilige Kind abgestimmt. Denn jedes Kind bringt sein eigenes Temperament, seine Vorerfahrungen und sein eigenes Bindungsverhalten mit.
Ziele der Eingewöhnung
• Aufbau einer sicheren Bindung zur Bezugsperson in der Kindertagespflege
• Sanfte Ablösung von den Eltern
• Aufbau von Vertrauen und Sicherheit
• Stressarme Gestaltung des Übergangs
1. Grundphase (ca. 3 Tage)
In den ersten Tagen kommt das Kind gemeinsam mit einer vertrauten Bezugsperson (meist Mutter oder Vater) in die Einrichtung.
• Die Bezugsperson bleibt im Raum.
• Das Kind darf in Ruhe ankommen und die Umgebung erkunden.
• Die Fachkraft nimmt vorsichtig Kontakt auf.
• Es findet noch keine Trennung statt.
Die Dauer des täglichen Aufenthalts wird individuell angepasst.
2. Erster Trennungsversuch
Frühestens am 4. Tag – abhängig vom Verhalten des Kindes – erfolgt ein erster kurzer Trennungsversuch.
• Die Bezugsperson verabschiedet sich klar und liebevoll.
• Sie bleibt in der Nähe erreichbar.
• Die Reaktion des Kindes entscheidet über den weiteren Verlauf.
Lässt sich das Kind beruhigen, kann die Trennung langsam ausgedehnt werden.
Wirkt das Kind stark belastet, wird die Trennung verkürzt und die Eingewöhnungszeit verlängert.
3. Stabilisierungsphase
Die Trennungszeiten werden schrittweise erweitert.
• Die Fachkraft übernimmt zunehmend Pflege- und Versorgungssituationen (z.B. Wickeln, Füttern, Schlafbegleitung).
• Das Kind baut Vertrauen auf.
• Rituale geben Sicherheit.
Auch hier gilt: Das Tempo bestimmt das Kind.
4. Schlussphase
Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn:
• das Kind sich von der Fachkraft trösten lässt
• es die Umgebung aktiv erkundet
• es sich sicher und geborgen zeigt
• es den Alltag mitgestaltet
Die Bezugsperson muss nicht mehr in der Einrichtung bleiben, bleibt jedoch erreichbar.
Individuelle Anpassung
Obwohl wir uns am Berliner Modell orientieren, gibt es im Krabbelkäfernest keine starre Dauer oder feste Zeitvorgaben.
Wir berücksichtigen:
• Alter des Kindes
• Bindungsverhalten
• Temperament
• Vorerfahrungen
• familiäre Situation
Manche Kinder benötigen wenige Tage, andere mehrere Wochen – beides ist völlig in Ordnung.
Rolle der Eltern
Eltern sind die wichtigsten Bindungspersonen ihres Kindes.
Eine gelungene Eingewöhnung basiert auf:
• Vertrauen
• Transparenz
• offenem Austausch
• klaren Absprachen
Nur gemeinsam kann ein sicherer Übergang gelingen.
Unser Grundsatz
Die Eingewöhnung ist keine organisatorische Phase, sondern eine Beziehungszeit.
Wir nehmen uns bewusst die Zeit, die jedes einzelne Kind braucht – denn eine stabile Bindung ist die Grundlage für alles Weitere.
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